Freitag, 19.07.2019
Deutsche Meisterschaften Leistungsklassen PDF Drucken E-Mail
Allgemein
Freitag, den 21. Juni 2019 um 21:35 Uhr

Silbermedaille für den Bezirk Hohenlohe bei den Deutschen Einzelmeisterschaften der Leistungsklassen im niedersächsischen Dinklage

Für die diesjährigen zweitägigen Deutschen Tischtennis-Einzelmeisterschaften der Damen und Herren der Leistungsklassen am 15./16. Juni 2019 im niedersächsischen Dinklage hatten sich im Starterfeld der 192 Teilnehmer mit Jessica Herrmann im Damen A-Feld, Florian Herrmann im Herren B-Feld und Beatrix Köhnlein im Damen C-Feld pünktlich zum 50-jährigen Bestehen des SVW gleich drei Spieler/innen des SV Westgartshausen durch ihre guten Leistungen bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften der Leistungsklassen im September 2018 qualifizieren können.
Hatten in den Vorjahren die Damen des SVW durch Podestplätze aufhorchen lassen, war nunmehr mit dem 17-jährigen Florian Herrmann erstmals ein Herr am Start. Alle drei Teilnehmer des SVW gehörten in ihren jeweiligen Konkurrenzen zu den 8 Topgesetzten im jeweiligen 32er-Einzel-Starterfeld. Das Quartett für Hohenlohe komplettierte Karin Köhler (TTC Gnadental), die im Damen C-Feld noch nachgerutscht war.
Maßgeblich für die Einteilung der Leistungsklassen waren die QTTR-Werte von August 2018. Nach der am Donnerstag veröffentlichten Auslosung war bereits bei der Anreise in den Landkreis Vechta klar, dass in den Doppeln nur ein Wunder zu einem Podestplatz führen könnte. Dieses blieb leider aus und alle vier Hohenloher Teilnehmer scheiterten mit ihren jeweiligen Partnern jeweils mit 1:3 nach hartem Kampf im Achtelfinale: Jessica Herrmann mit Nina Merkel (TTF Rastatt) gegen die letztjährigen Sieger und diesjährigen Finalisten Diekel/von Buttlar (NRW) - oder im Viertelfinale knapp vor dem Treppchen: Florian Herrmann mit Jannis Nonnenmann (TTV Grün-Weiß Ettlingen) gegen die topgesetzten und späteren Sieger Hosseini/Brackelmann (NRW), Beatrix Köhnlein mit Heike Gerst (SG Bettringen) gegen die späteren Sieger Knöpfle/Heiß (Bayern) und Karin Köhler mit Anke Stahl (SpVgg Aidlingen) gegen die späteren Finalisten Perner/Eckmann aus Schleswig-Holstein.
In den Einzeln schied Karin Köhler in der Gruppenphase aus. Die drei SVW-Teilnehmer erreichten die KO-Runde. Besonders zu kämpfen hatte Beatrix Köhnlein im Damen C-Feld (QTTR bis 1300), die in ihrem letzten Gruppenspiel gegen die bis dahin unbesiegte Carina Schönemann (NRW) gewinnen musste und einen 0:1-Satzrückstand zu einem letztendlich klaren 3:1-Sieg drehen konnte. Im Achtelfinale verlor sie gegen die spätere Siegerin Jana Bald (NRW) mit 1:3. Bei den Damen A (QTTR bis 1700) holte die an 4 gesetzte Jessica Herrmann souverän den Gruppensieg. Lediglich gegen Viktoria Diekel (NRW) musste sie nach einer 2:0-Satzführung in den fünften Satz, konnte diesen jedoch deutlich mit 11:5 für sich entscheiden. Die anschließende Auslosung der KO-Runde ließ nichts Gutes erwarten, waren doch alle drei verbliebenen der vier topgesetzten Spielerinnen zum Erstaunen der Betreuer in der oberen Hälfte ausgelost worden.
Im Achtelfinale konnte sich Jessica Herrmann gegen Celine Kreiling (Hessen) knapp mit 3:1 durchsetzen, wobei sie alle ihre Sätze nervenstark in der Verlängerung nach Abwehr von Satzbällen gewann. Im Viertelfinale kam dann mit 0:3 das Aus gegen die stark aufspielende Leonie Hildebrandt aus Sachsen-Anhalt und es verblieb der undankbare 5. Platz.
Im Herren B-Feld (QTTR 1601 bis 1800) begann das Turnier für den an 7 gesetzten Florian Herrmann trotz guten Spiels mit einer 2:3-Niederlage gegen Nguyen aus Köln alles andere als vielversprechend. Mit dem Rücken zur Wand gewann er jedoch die beiden weiteren Gruppenspiele deutlich mit 3:0 und erreichte als Gruppenzweiter das Hauptfeld. Hier pflügte er sich mit tollem Spiel durch das ausgeglichen stark besetzte Feld überraschend bis ins Finale. Im Achtelfinale schlug er hierbei deutlich Wladimir Michelis (NRW) mit 3:0. Im entscheidenden Spiel um die Podestplätze bezwang er mit klugem Angriffsspiel nach fast einstündigem Kampf den flinken Abwehrspieler Luca Gschlößl aus Bayern mit 11:8 im Entscheidungssatz. Im Halbfinale wartete mit Robin Köhne aus NRW der topgesetzte Spieler, der einen aktuellen TTR-Wert von 1915 besaß. Wie im Viertelfinale lag Florian Herrmann bereits mit 1:2 Sätzen zurück. Nach einem extrem starken Spiel mit beiderseits grandiosen Ballwechseln konnte der SVW-Spieler am Ende mit 3:2 gewinnen. Im Finale gegen Sören Klarmann aus dem hessischen Pfungstadt konnte Florian Herrmann den ersten Satz mit 12:10 für sich entscheiden und hatte in den Sätzen 2 und 3 gute Möglichkeiten auf einen Satzgewinn. Am Ende setzte sich allerdings Klarmann mit seinem druckvollen Angriffsspiel verdient mit 3:1 durch. Für Florian Herrmann blieb der sensationelle Titel des deutschen Vizemeisters. Bedauerlich war, dass es aus logistischen Gründen nicht möglich war, den Spielern die beliebten BaWü-Trikots zu beschaffen.

 

(Jürgen Herrmann)

Auf den Bildern im Anhang von links die Teilnehmer aus Hohenlohe: Karin Köhler, Beatrix Köhnlein, Jessica Herrmann und Florian Herrmann und Siegerehrung Florian Herrmann

Anlagen:
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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 21. Juni 2019 um 21:52 Uhr