Sonntag, 23.09.2018
TTVWH - Verbandsfinale "Minis" PDF Drucken E-Mail
Allgemein
Geschrieben von: Rehmann, Gerhard   

Tolles Verbandsfinale der "Minis" in Gaildorf

Das diesjährige Verbandsfinale der Minimeisterschaften in Gaildorf war eine Veranstaltung, die jedem, der etwas für die Nachwuchsarbeit und den Nachwuchs übrighat, das Herz erwärmt hat. Es war unglaublich schön, den Kindern in Aktion zuzusehen.
Die Veranstaltung war rundum ein voller Erfolg.

Impressionen:

Hier der Bericht (viele Bilder dazu und die einzelnen Ergebnisse findet ihr auch auf der Homepage des TTVWH unter www.ttvwh.de)

 

Verbandsfinale der Minimeisterschaften in Gaildorf – eine rundum gelungene Veranstaltung

Der letzte Samstag stand ganz im Zeichen des Sports mit dem kleinen weißen Ball. Relativ kurzfristig hatte sich die Tischtennisabteilung des TSV Gaildorf dazu bereiterklärt, das Verbandsfinale der Mini-Meisterschaften mit Unterstützung des TSV Sulzdorf und des FC Langenburg auszurichten.

So traten 108 Kinder aus den 15 Bezirken des Tischtennisverbandes Württemberg-Hohenzollern die Reise in die Gaildorfer Sporthalle an, um im Wettbewerb mit gleichaltrigen Spielern möglichst viele Siege einzuheimsen und im besten Fall eine der begehrten Trophäen mit nach Hause zu nehmen.

Rainer Welte, Ressortleiter der Sparte Breitensport im Verband, erläuterte den Kindern noch einmal geduldig die wichtigsten Regeln. Bei den Mini-Meisterschaften werden diese nicht so streng gehandhabt wie bei anderen Turnieren, ein falscher Aufschlag darf beispielsweise wiederholt werden und kostet nicht sofort einen Punkt.

Anschließend wurden alle Teilnehmer einem Schildträger mit dem Namen ihres jeweiligen Bezirks zugeteilt und marschierten gemeinsam in die Halle ein.

Begeistert klatschten die Zuschauer im Takt zur Musik und begleiteten so die aufgeregten Nachwuchstalente auf ihrem ersten großen Einzug.

Die meisten von ihnen spielen entweder noch nicht lange oder gar nicht in einem Verein, zudem besitzt noch keiner der Minis eine Spielberechtigung für Meisterschafts- oder Mannschaftsspiele.

Bei den Mini-Meisterschaften durften die Kinder zum ersten Mal offiziell Wettkampfluft schnuppern.

Völlig zurecht betonten daher sowohl Rainer Welte als auch Bezirksvorsitzender und Abteilungsleiter Gerhard Rehmann den besonderen, breitensportlichen Charakter dieser Veranstaltung.

Der Tischtennissport lebe nicht von der Spitze, sondern von den vielen Spielern in unseren Vereinen, sagte Rehmann in seiner Begrüßungsrede. Für ihn sei dieses Turnier deshalb das wichtigste überhaupt und sein Bezirk Hohenlohe tue alles, um die Mini-Meisterschaften zu unterstützen, fuhr er fort.

Allen Teilnehmern gratulierte Rehmann zu ihrer bisherigen Leistung in den Orts-, Kreis- und Bezirksentscheiden. Sie seien schon Sieger, weil sie es überhaupt bis zum Verbandsfinale geschafft hätten, erklärte er und erntete für dieses Lob spontanen Applaus.

Neben den Verbandshelfern und Fotograf Volker Arnold galt der Dank des Bezirksvorsitzenden besonders Rainer Welte, der sich Jahr um Jahr unermüdlich für die Minis einsetzt und sein Engagement auch in Zukunft nicht aufgeben wird.

Abschließend wünschte Rehmann sich eine „tolle, harmonische Veranstaltung“ und „jedem den Erfolg, den er sich verdient“.

Nach diesen Worten kamen endlich die gespannt wartenden Minis zum Zug. Nach Altersklassen unterteilt trugen Mädchen und Jungen in Kleingruppen die Vorrundenspiele aus, jeweils die ersten vier der einzelnen Gruppen zogen in die Endrunde ein.

Dabei stürzten sich die kleinen Ballkünstler förmlich in ihre Spiele. Sie kämpften um jeden Punkt, vergossen bei einer Niederlage auch einmal die ein oder andere Träne und feierten ihre Siege mit lautem Jubel.

Die Langenburger und Sulzdorfer Tischschiedsrichter hatten alle Hände voll zu tun, stundenlang zählten sie konzentriert und machten ihre Arbeit trotz hoher Belastung hervorragend.

Während der Wartezeit zischen zwei Spielen hatten die Kinder reichlich Gelegenheit, sich bei „TTVWH on Tour“ mit Verbands-FSJler Gabriel Gaa zusätzlich auszutoben.

An Miniaturtischen wurde so manches Match ausgetragen und viele nutzten die Chance, einmal gegen eine richtige „Ballmaschine“ anzutreten, die dem Spieler automatisch Bälle entgegen schießt.

Auch hinter den Kulissen herrschte geschäftiges Treiben. Das Bewirtungsteam wuselte in der Küche und hinter der Theke herum; nimmermüde sorgten die Gaildorfer mit allerlei Speisen und Getränken für das leibliche Wohl ihrer Gäste.

Im Anschluss an die Vorrunde hatten sich die Veranstalter zur Überbrückung der Pause etwas Besonderes einfallen lassen, sie inszenierten einen kleinen Showkampf mit vier Spielern und Spielerinnen aus dem Bezirk Hohenlohe.

Zuerst stellten die ehemaligen Verbandsfinalsiegerinnen Neele Scholz und Lea Tannebaum ihr Können unter Beweis. Trotz Nervosität machten die Jungstars ihre Sache hervorragend und boten den Zuschauern sehenswerte Ballwechsel, die mit spontanem Szenenapplaus belohnt wurden.

Auch die älteren „Profis“ ließen sich nicht lumpen. Der zukünftige Landesligaspieler Pascal Schweizer und sein Kollege Nick Westendorf aus der Oberliga zeigten den Minis, wie weit man mit Motivation und viel Training im Tischtennis kommen kann. Ebenso wie ihren jüngeren Mitstreiterinnen war ihnen der Spaß am Spiel dabei deutlich anzusehen und das Publikum applaudierte kräftig.

Nach einigen weiteren interessanten Endrundenbegegnungen standen sich die besten Jungen und Mädchen der drei Altersklassen U8, U10 und U12 im Finale gegenüber.

Die Spiele um den Sieg fanden an sechs Tischen parallel statt, so wurde jeder Paarung gebührende Aufmerksamkeit zuteil.

Sobald die ersten Bälle das Netz überquerten, kehrte auf der Zuschauertribüne gespannte Stille ein. Eltern, Verwandte und Freunde freuten sich, litten und fieberten mit.

Geburtstagskind Romeo Guimapi machte sich selbst ein Geschenk, das Talent aus dem Bezirk Böblingen konnte die Jungen U8 Konkurrenz für sich entscheiden. Bei den Mädchen U8 setzte sich Viktoria Knelz vom Bezirk Ulm deutlich durch, die ältere Jenifer Kunert aus Hohenlohe erkämpfte sich in einem packenden Spiel den Sieg in der Klasse Mädchen U12.

Jan Herrmann vom Bezirk Esslingen sicherte sich den ersten Platz der Jungen U12.

Bei der anschließenden Siegerehrung präsentierten sich die Gewinnerinnen und Gewinner stolz dem Publikum. Ebenso wie die Zweit- und Drittplatzierten wurden sie mit Medaillen, Urkunden und Pokalen eingedeckt. Dabei strahlten sie mit ihren Eltern um die Wette, die fleißig Fotos schossen, und genossen ihren wohlverdienten Applaus.

Die Sieger der „Königsklasse“ U10, Philipp Schoenekess (Bezirk Stuttgart) bei den Jungen und Amy Kajkus (Bezirk Esslingen) bei den Mädchen, erhielten zudem eine Einladung zum Bundesfinale der Minis, das im Juni in Rosenheim in Bayern ausgespielt wird.

Doch nicht nur die Besten auf dem Siegertreppchen durften schwer mit Preisen beladen nach Hause gehen, alle übrigen Teilnehmer wurden ebenfalls reich beschenkt.

Neben einem Verzehrgutschein freute sich jedes Kind über ein von der VR Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim gesponsertes Kopfhörerset und Schlägerputzequipment, das vom Verbandssponsor Butterfly zur Verfügung gestellt wurde.

So ging eine rundum gelungene Veranstaltung zu Ende, die sowohl den Kindern als auch den Veranstaltern lange in guter Erinnerung bleiben wird.